haarverpflanzung
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Nach dem Eingriff
 
Der Lebenszyklus des Haars
Der männliche Haarausfall
Der weibliche Haarausfall
Different forms of Haarausfall

HAARVERPFLANZUNG

NACH DEM EINGRIFF

Nach dem Transplantationseingriff wird dem Patienten eine aus einer nicht haftenden medikamentösen Gaze und einer Tamponade bestehende Bandage angelegt. Der Verband muss die Nacht nach dem Eingriff anbehalten werden und wird dann vom Sanitärpersonal entfernt. Bei Transplantationen geringeren Ausmaßes lässt sich der Verband teilweise durch einen chirurgischen Kleber ersetzen, der die verpflanzten Haarzwiebeln vor mechanischen Stresseinwirkungen schützt.

Nachdem der Verband entfernt wurde, kann der Patient seine normale Tätigkeit wiederaufnehmen. Der Chirurg wird ihm eine Antibiotikasalbe und entzündungshemmende Mittel und Antibiotika zum Einnehmen verschreiben. Leichte örtliche Schmerzen und geschwollene Augenlider gehören zum normalen postoperativen Verlauf und verschwinden in ein paar Tagen.

Am siebten Tag nach dem Eingriff bitten wir den Patienten in das Institut zurück, damit die Eingriffsregion zum ersten Mal gewaschen werden kann. Bei diesem Anlass wird ihm das in der ersten Zeit zu verwendende antiallergische Neutralshampoo empfohlen, um die korrekte Einbettung der Haarzwiebel zu fördern. Einen Monat nach dem Eingriff kann eine Routineuntersuchung im Institut durchgeführt werden.

WIEDER GESELLSCHAFTSFÄHIG

Die Wiederaufnahme der normalen Alltagstätigkeit ist drei Tage nach dem Eingriff möglich, wobei jedoch darauf zu achten ist, dass die Eingriffsregion keinen mechanischen Stress (Kamm, Mütze, Sturzhelm…) erleidet. Die Haare wachsen langsam und allmählich nach, da die neuen Haarzwiebeln einer gewissen Zeit bedürfen, bis sie definitiv ansprechen und ihre Aktivität wieder aufnehmen. Der Juckreiz, den der Patient bereits 2 oder 3 Monate nach dem Eingriff in der entsprechenden Region verspüren wird, zeigt an, dass das neue Haarwachstum begonnen hat. Deutlich sichtbare Resultate stellen sich nach 5 bis 6 Monaten ein. Auf diese Weise kann sich das Auge allmählich an die Veränderung gewöhnen, die sehr diskret und nicht überraschend vonstatten geht.

PLANEN DER FOLGESITZUNGEN

Die Besonderheit bestimmter Verfahren der Eigenhaarverpflanzung besteht gerade in der großen Anzahl der in einer einzigen Sitzung implantierten Follikel. Vorsicht ist aber geboten, denn das stellt nicht unbedingt einen wahren Vorteil für alle dar. Ob eine großflächige Haarverdichtung ratsam ist, lässt sich nur nach der Beurteilung der speziellen Haarsituation des Kandidaten je nach Entwicklungsstadium und Ursache der Glatzenbildung entscheiden. Ein sichtbares Resultat stellt sich auf jeden Fall zwei/drei Monaten nach der Sitzung ein; soviel Zeit muss vergehen, bis das allmähliche Wachstum der implantierten Haarzwiebeln bemerkbar ist. Nach ungefähr 6 Monaten /einem Jahr sind die Haare dann so lang, dass sich mögliche neue Eingriffsareale ermitteln und eine Ausbesserung oder eine zweite Auffüllung in Erwägung ziehen lassen, vorausgesetzt das Spenderareal ist dicht genug bewachsen, um noch mehr Entnahmen zu vertragen.

EINSCHRÄNKUNGEN FÜR EINE TRANSPLANTATION

  • Spenderareal nur dünn mit aktiven Follikeln besiedelt (ein in der Regel dem 6. und 7. Grad der Hamilton-Skala entsprechender Zustand)
  • Hautentzündungen oder -reizungen im Gange
  • Neigung zu hypertropher / wulstiger oder anomaler Vernarbung.

Das größte Hindernis, das einer Verpflanzung im Wege steht, ist eine ständig fortschreitende Haarlichtung. Deshalb muss das Einsetzen der am Hinterkopf entnommenen aktiven Follikel genau studiert werden, und die Patienten müssen davon ausgehen, dass nach einem gewissen Zeitraum ein zweiter Eingriff oder eine Ausbesserung vonnöten ist, um die Haare gleichmäßig zu verteilen.

 

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