Der weibliche Haarausfall
Die weibliche androgenetische alopezie (oder die ausgeprägte Haarlichtung) stellt sogar mehr als die männliche ein Problem von großer ästhetischer und psychologischer Relevanz dar.
Von der Haarlichtung betroffen sollen 35% der weiblichen Bevölkerung in fruchtbarem Alter und 50% in den Wechseljahren sein. Die Mehrzahl dieser Frauen leidet schwer unter dieser Situation, ergreift jedoch keine endgültigen Abhilfemaßnahme.
Bei Frauen tritt der Haarausfall später in Erscheinung und hat einen bedeutend langsameren Verlauf als der männliche Haarausfall derselben Art. Die weibliche Haarlichtung ist wenig auffälliger, dafür aber diffuser.
Bei 40% des weiblichen anlagebedingten Haarausfalls ist die Ursache auf die erhöhte Produktion männlicher Hormone zurückzuführen.
Obwohl in den anderen Fällen die Produktion männlicher Hormone nicht ansteigt, erhöht sich die Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber diesen Hormonen. Die Folge ist eine Verdünnung der Haarstruktur und ein verlangsamter Haarwuchs, begleitet von einer gesteigerten Talgproduktion (Seborrhöe).
Diese Faktoren können durch mehrere Ursachen ausgelöst werden, darunter Menopause, polyzystischer Eierstock, erbliche Veranlagung und noch andere, darunter plötzliche Hormonschwankungen (z.B. Antibabypille).
Das Fortschreiten des Haarausfalls oder der Haarlichtung wird bei Frauen nach der Ludwig-Skala gemessen. Betroffen sind der Scheitel und der Stirnbereich.
Nicht in jedem Fall lässt sich die weibliche Haarlichtung mit einer einfachen Hormonkur behandeln, zumal es nicht immer einfach ist zu erkennen, um welche Form des Haarausfalls es sich handelt.

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